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Das Rantzau-Palais

Nachdem Heinrich Rantzau ab 1554 als Königlicher Rat, Amtmann und Statthalter zunächst Quartier auf der Segeberger Burg bezog, erbaute er sich alsbald ein standesgemäßes eigenes „Haus“ am Kleinen See. Das (Vorgänger-)Gebäude auf besagtem Grundstück war um 1480 von König Christian I. dem Hamburger Rat überlassen worden und hatte den Hamburgern fortan für die Verhandlungen um den Segeberger „Kalk“ gedient. Ab 1558 residierte Rantzau in diesem Renaissance-Palais, dessen Pracht nur noch auf zwei zeitgenössischen Stichen erkennbar ist. Auch das Jahr seines Abbruchs ist unbekannt, doch bestand gegen oder nach dem Ende des 30-jährigen Krieges in der nunmehrigen Handwerkerstadt Segeberg kein Bedarf mehr an einem Palast und so dürfte das fürstliche Haus dem Baumaterial-Bedarf der Notzeit zum Opfer gefallen sein.

Rantzau-Palais Stich.jpg Rantzau-Palais am See.jpg Rantzau-Palais 3D.jpg